Was ist Verletztengeld

Verletztengeld

Der vorliegende Begriff bezieht sich auf Bereich der Unfallversicherung und entsteht erst dann, wenn eine Person aufgrund Arbeitsunfalles oder einer Krankheit, deren Ursache die berufliche Umstände sind, arbeitsunfähig ist.
Verletztengeld stellt eine Form der Lohnersatzleistung und wird nur dann bezahlt, wenn der Arbeitgeber keine Entgeltfortzahlung geleistet hat.

Die Höhe des Verletztengeldes hängt von Nettoarbeitsentgelt und kann so maximal wie Nettoarbeitsentgelt sein.
Die Auszahlung des Verletztengeldes ist nach folgenden Voraussetzungen durchzuführen.

Verletztengeld: Voraussetzungen

Erstens, wenn eine Arbeitsunfähigkeit besteht oder die Erwerbstätigkeit aufgrund der Heilungsbehandlung nicht ausgeübt werden kann.

Zweitens, diese Arbeitsunfähigkeit ist aufgrund eines Arbeitsunfalles oder Berufskrankheit entstanden.

Drittens, der Anspruch auf Verletztengeld entsteht am Tag vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit oder Heilbehandlung.

Verletztengeld: Höhe

Die Höhe des Verletztengeldes ist im § 47 SGB VII geregelt. Gemäß diesem Paragraph kann der ausgezahlte Beitrag entweder 80% vom Arbeitsentgelt betragen oder so maximal wie Nettoarbeitsentgelt. Außerdem muss man die Einmalzahlungen in den letzten 12 Monaten in Betracht ziehen.

Das Verletztengeld wir kalendertäglich für 30 Tage im Laufe des gesamten Monats ausgezahlt.

Verletztengeld: Dauer

Die Dauer der Auszahlung von Verletztengeld ist auch gesetzlich geregelt. Gemäß § 46 SGB VII beginnt die Auszahlung an dem Tag, wenn der Arzt die Arbeitsunfähigkeit bestätigt hat oder wenn die entsprechenden Heilungsmaßnahmen beginnen.

Die Zahlung des Verletztengeldes endet:
-mit dem letzte Tag der Arbeitsunfähigkeit
-mit dem letzten Tag der Heilungsmaßnahmen, wenn keine weitere Hindernisse für normale ganztägliche Erwerbstätigkeit bestehen
-bei Anspruch auf Übergangsgeld mit dem Tag vor Entstehen eines solchen Anspruches
-nach 78. Woche der Arbeitsunfähigkeit, es sei denn eine weitere medizinische Behandlung notwendig ist
-wenn die Arbeitsfähigkeit nicht wieder möglich ist. In dem Zusammenhang wird ein Übergang zur Rente der Unfallversicherung oder Rentenversicherung möglich.

Verletztengeld: Sonderregelung

Es gibt aber auch die Sonderregelung. Die gilt für Arbeitslose. Wenn z.B. Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld bei Weiterbildung oder Kurzarbeitergeld bezogen wird, wird das Verletztengeld in Höhe von Krankengeldes bezahlt.
Bei Bezug von Arbeitslosengeld II oder anderen Leistungen im Sinne des SGB II, beträgt das Verletztengeld die Höhe des ALG II.

Bei Auszahlung des Verletztengeldes muss man auch auf Anrechnungsregelung beachten, § 52 SGB VII.
Gemäß der gesetzlichen Regelung wird Netto-Erwerbseinkommen unter Außerachtung von einmalig gezahltem Entgelt angerechnet. Dazu gehört auch Mutterschaftsgeld, Versorgungskrankengeld, Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, langfristig erhaltenes Arbeitslosengeld II.

Verletztengeld und die Steuererklärung

Obwohl das Verletztengeld steuerfrei ist, ist die Steuererklärung abzugeben. idz.

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